Peer aktiv!

Im Projekt “Peer aktiv!” unterstützen Freiwillige junge Familien mit Migrations- und Fluchterfahrung, wenn Sprachbarrieren bestehen.

Freiwillige unterstützen bei der Beratung von jungen Familien mit Migrations- und Fluchterfahrung, wenn Sprachbarrieren bestehen.

Peer aktiv!

Im Projekt “Peer aktiv!” unterstützen Freiwillige junge Familien mit Migrations- und Fluchterfahrung, wenn Sprachbarrieren bestehen. Diese Freiwilligen sind als Sprachvermittler/innen regelmäßig im NOA-Laden im Südstadtforum vor Ort und begleiten die Klient/innen auch bei Gesprächen in anderen Einrichtungen.

Das Projekt ist eine Kooperation mit der NorisArbeit (NOA). In dieser Zusammenarbeit sind Freiwillige als Peerberater/innen mit eigener Migrationserfahrung tätig. Sie begleiten Familien zu weiterführenden Beratungseinrichtungen und fungieren als Botschafter/innen für das Ehrenamt als Form der Teilhabe und Integration.

Der NOA-Laden im Südstadtforum dient als Anlaufstelle für Familien in schwierigen Lebensumständen. Dort erhalten die Klient/innen gezielte Ansprache und Begleitung. Neben Babyerstausstattungen und Spenden bieten die Fachkräfte niedrigschwellige Erstberatung zu Sozialleistungen, Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Angebote zur Sprach- und Integrationsförderung. Der Großteil der Klient/innen hat Migrations- oder Fluchterfahrungen gemacht und verfügt über wenig deutsche Sprachkenntnisse.

Die Peerberater/innen des ZAB sprechen Deutsch und mindestens eine weitere Sprache fließend. Sie übersetzen und vermitteln bei Beratungsgesprächen der sozialpädagogischen Fachkräfte im NOA-Laden. Wenn sich aus der niedrigschwelligen Erstberatung eine weiterführende Beratung in einer anderen Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe ergibt, begleiten die Freiwilligen die Familien auf Wunsch auch dabei.

Im NOA-Laden sind vor allem Freiwillige mit arabischen und kurdischen Sprachkenntnissen aktiv. Falls andere Sprachen benötigt werden, können Freiwillige aus dem großen Team der ZAB-Sprachvermittler/innen hinzugezogen werden. Insgesamt leisten die Freiwilligen einen wichtigen Beitrag zur Integration von Neuzugezogenen und Bedürftigen in die Nürnberger Stadtgemeinschaft.

Zielgruppen & Stakeholder

  • Engagementinteressierte mit Migrationshintergrund und Sprachkenntnissen in deutsch und einer weiteren Sprache, v.a. arabisch, türkisch, farsi, ukrainisch und russisch
  • Bedürftige Familien mit kleinen Kindern mit Migrations-/Fluchterfahrung, die die Anlaufstelle im Südstadtforum regelmäßig besuchen.
  • Migrantenorganisationen als Türöffner zu potentiellen Engagementinteressierten aus ausgewählten Communities
  • Engagementinteressierte aus spezifischen Communities

Partner & Netzwerke

  • NorisArbeit (NOA) gGmbH
  • Stabstelle Bürgerschaftliches Engagement/Sozialreferat der Stadt Nürnberg
  • Jugendamt/Allgemeiner Sozialdienst der Stadt Nürnberg
  • Ahmadiyya-Gemeinde Nürnberg
  • we integrate e.V.
  • Begegnungsstube Medina e.V.

Erfolgsfaktoren 

  • Peers mit eigener Migrationserfahrung als glaubwürdige Begleiter:innen
  • Verbindung von Sprachmittlung und emotionaler Unterstützung („Mut machen“)
  • enge Kooperation mit Migrationsorganisationen und lokalen Partnern
  • Übergang von Begleiteten zu gestaltenden Peers
  • Senkung von Hürden beim Einstieg in Engagement und Angebote