Wie wirkt „Engagement macht möglich“?

18. August 2026

Warum engagieren sich manche Menschen selbstverständlich in Vereinen, Initiativen oder Projekten, während andere kaum Zugang dazu finden?

Mit „Engagement macht möglich“ wollen wir genauer hinschauen: Welche Hürden stehen Menschen in prekären Lebenslagen im Weg und was können Freiwilligenagenturen verändern, damit Engagement für mehr Menschen zugänglich wird?

Dabei geht es nicht allein darum, Menschen für ein Ehrenamt zu gewinnen. Entscheidend ist auch, die Bedingungen rund um das Engagement in den Blick zu nehmen. Informationsdefizite, Stigmatisierung, geringe Mobilität oder fehlende Zugänge können den Einstieg erschweren.

Erst verstehen, dann verändern

„Engagement macht möglich“ setzt deshalb bei den konkreten Lebenssituationen der Menschen an. Gemeinsam mit vier Freiwilligenagenturen werden Hemmnisse und Bedürfnisse betrachtet, bestehende Angebote und gute Beispiele gesichtet und Erfahrungen mit Partnerorganisationen, Expert:innen und Menschen aus den Zielgruppen ausgetauscht.

Aus diesen Erfahrungen entstehen neue oder angepasste Wege ins Engagement. Die Standorte entwickeln und erproben niedrigschwellige und inklusive Angebote und überprüfen dabei, was funktioniert und wo weitere Veränderungen notwendig sind.

Vier Standorte – vier unterschiedliche Ausgangslagen

Die vier Projektstandorte richten ihren Blick auf unterschiedliche Zielgruppen. Dabei geht es nicht darum, eine Lösung für alle zu entwickeln. Vielmehr können unterschiedliche Erfahrungen zeigen, welche Zugänge unter verschiedenen Bedingungen funktionieren und welche Herausforderungen sich dabei stellen.

So entsteht ein praxisnaher Lernprozess: Was braucht es, damit Menschen erreicht werden? Welche Rahmenbedingungen erleichtern den Einstieg? Und was müssen Engagementangebote oder Vermittlungsstrukturen verändern?

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Wir müssen auch schauen, was potentiellen Engagierten den Zugang erschwert und was wir an unseren Strukturen verändern können.

Carolin Winter, Projektleitung “Engagement macht möglich”

Was soll sich dadurch verändern?

Die Wirkung des Projekts setzt auf mehreren Ebenen an.

  • Bei den Menschen: Menschen, die bisher im freiwilligen Engagement unterrepräsentiert sind, sollen leichter Zugang finden und ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen können.
  • Bei den Freiwilligenagenturen: Die Standorte entwickeln Erfahrungen und Ansätze, mit denen sie Zugangsbarrieren besser erkennen und reduzieren können.
  • Bei den Engagementstrukturen: Angebote sollen zugänglicher, niedrigschwelliger und inklusiver gestaltet werden.
  • Über das Projekt hinaus: Erfahrungen, Materialien und entwickelte Ansätze sollen auch anderen Freiwilligenagenturen zur Verfügung stehen. So können die Erkenntnisse über die vier Standorte hinaus genutzt werden.

Von der Erfahrung zum Transfer

Damit endet die Wirkung des Projekts nicht bei den einzelnen Angeboten. Die Erfahrungen der vier Standorte werden gesichert und für den Transfer aufbereitet. Geplant ist unter anderem ein praxisorientierter Best-Practice-Leitfaden, der anderen Freiwilligenagenturen Anregungen für die eigene Arbeit geben soll. Engagement macht möglich“ folgt damit einem einfachen Grundgedanken: Wenn Menschen bisher schwer Zugang zum Ehrenamt finden, reicht es nicht, sie einfach stärker anzusprechen. Wir müssen auch schauen, was ihnen den Zugang erschwert und was wir an unseren Strukturen verändern können. Genau dort setzt das Projekt an: bei den Menschen, bei den Freiwilligenagenturen und bei den Bedingungen, unter denen Engagement stattfindet.

Über das Projekt

Engagement macht möglich

Ehrenamtliches Engagement bietet eine wertvolle Möglichkeit zur Teilhabe, zum Aufbau sozialer Netzwerke und zur Stärkung des Selbstwerts. Das Projekt setzt sich dafür ein, Menschen in prekären Lebenssituationen Wege ins Ehrenamt zu eröffnen.

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