Evaluationsbericht

Lesen Sie hier den Evaluationsbericht, der in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Martina Wegner von der Hochschule für Angewandte Sozialwissenschaften, erstellt wurde.

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Ein Jahr Miteinander leben - Ehrenamt verbindet Die Broschüre ist da...

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

wir freuen uns, dass die Broschüre von unserem Integrationsprojekt "Miteinander leben - Ehrenamt verbindet" fertig ist und veröffentlicht werden kann.

Hier finden Sie alle Engagementprojekte auf einen Blick, einen Rück- und Ausblick der Projektleitung sowie die Evaluationsergebnisse.

Zum Download geht´s Initiates file downloadhier entlang.

Mit besten Grüßen
Vanessa Körner, Projektleitung

Modellprojekt "Miteinander leben - Ehrenamt verbindet" geht in die 2. Runde

Wir freuen uns, dass das Projekt "Miteinander leben - Ehrenamt verbindet" mit 25 Integrationsprojekten in die 2. Förderrunde geht. Wie im vergangenen ersten Förderjahr geht es in allen Projekten um Integration durch Bürgerschaftliches Engagement. Details zum Projekt und den Anforderungen finden Sie in der Ausschreibung zum Download Initiates file downloadhier.

Über das Projekt "Miteinander leben - Ehrenamt verbindet" Integration durch Bürgerschaftliches Engagement

Seit Februar 2016 führen wir - dank der Unterstützung des Bayerischen Sozialministeriums - das Projekt "Miteinander leben - Ehrenamt verbindet" durch. Insgesamt sind 20 Freiwilligenagenturen und -Zentren sowie Koordinierungszentren in ganz Bayern beteiligt, die im Rahmen der Ausschreibung die Förderung erhalten. Ihr Ziel ist es nun, bürgerschaftliches Engagement als wesentliches Instrument für Teilhabe und Integration zu nutzen. Wir wünschen allen viel Erfolg und stellen hier regelmäßig die Entwicklungen vor...

gefördert durch

 

 

Aktuelles aus Altmühlfranken:

Flüchtlinge legen erfolgreich Prüfung als Gabelstaplerfahrer ab. Am 17.09.2016 beendete die zweite Gruppe anerkannter Flüchtlinge einen Kurs für Gabelstapler, der sie für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Der Kurs ist Teil eines umfangreichen Werkstattprojekts für die Integration von anerkannten Flüchtlingen in die Arbeitswelt unter der Trägerschaft des Vereins FLÜCHTLINGSHILFE WALD e.V.. In Kooperation mit der Freiwilligenagentur und dem Jobcenter und gefördert durch die lagfa Bayern e.V. werden Flüchtlinge in kleinen sogenannten Werkstätten mit speziellen Berufskenntnissen und Kompetenzen vertraut gemacht.

Wieder eine neue Patenschaft gegründet!

Alaa Almahayri ist Syrer und 21 Jahre alt. Er hat eine Patenschaft für den jungen 15-jährigen Tamer, der ebenfalls aus Syrien kommt, übernommen.

Die Familie von Alaa hat selbst eine Patin, Doris von der Ropp. Und es hat sich schon viel getan dank ihrer Hilfe. Familie Almahayri, die kurz nach dem Zuzug nach Kirchanschöring den Tod von Vater Mohammed Sabri zu verkraften hatte, wollte ursprünglich gleich nach der Anerkennung weiter nach Dortmund ziehen. Durch die freundschaftliche Zuwendung aber, die sie erleben durften, haben sie sich entschlossen, zu bleiben: „Uns gefällt es hier inzwischen sehr gut“, so Alaa, der jetzt einen Integrationskurs in Freilassing besucht und eifrig deutsch lernt. Es war für Alaa deshalb nun auch selbstverständlich, dem jungen 15-jährigen Tamer, der mit seinem Onkel Owayed Alali nach Kirchanschöring zieht und neu dort ist, als Pate zur Seite zu stehen. “Ich werde ihm in der Schule helfen, bei der Anmeldung im Sportverein SV Kirchanschöring und im Alltag.“

Neues aus dem Projekt Startklar im Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land gibt es wieder eine neue Patenschaft. Der freiwillige Pate für Arbeit, Jörg Romstätter hier mit seinem Patling Chi-Boy Chi-Boy aus Nigeria, der seit 17 Monaten in Deutschland ist. Herr Chi- Boy hat eine Familie mit zwei kleinen Kindern und suchte schon länger eine Arbeit. Durch die Hilfe von Jörg Romstätter er jetzt im September mit einem Praktikum im Landschaftsbau beginnen. Bis dahin bekommt er vom Cafe lingua der Freiwilligenagentur Berchtesgadener Land, von Ehrenamtlichen im August einen Spezialunterricht für die Fachbegriffe im Landschaftsbau, damit die Sprache nicht zur Hürde wird.

„Let´s help together – Gemeinsam engagiert zur Integration“

In der Freiwilligenagentur der Caritas in Weilheim-Schongau "Anpacken mit Herz" wird das sichtbar gemacht, was es bereits vor Ort gibt: Engagierte und freiwillige Migranten/innen. In einer Fotoausstellung und in einem Filmbeitrag werden dazu Information von und für Migrantinnen und Migranten/Flüchtlinge über ehrenamtliches und freiwilliges Engagement vorgestellt. Dazu sollen die Weilheimer Einsatzstellen, Vereine und Initiativen, möglichst alle über die Vorteile einer interkulturellen Öffnung ihrer Organisation erfahren, und wenn interessiert, beraten und geschult werden.

Für- und miteinander Integration fördern im Oberallgäu

Um Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu begegnen und für ein Engagement zu erreichen und dabei entsprechend zu unterstützen und zu fördern, erarbeitet die Freiwilligenagentur für das Oberallgäu eigens die Schulung „Integrationskoffer" sowie kultur- und situationsangepasste Materialien. Diese entwickeln sie auch nicht alleine, sondern gemeinsam mit Menschen aus den verschiedensten Ländern. Alle Teilnehmer, gerade auch die mit Migrationshintergrund, sollen darauf aufbauend auch eigene Schulungen mitgestalten und selbst halten können. Die Teilnehmer kommen aus Eritrea, Afghanistan, Syrien, Senegal, Gambia, Rumänien und Libanon. Derzeit brüten darüber 11 Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund, sieben Ehrenamtliche ohne Migrationshintergrund sowie 33 Kooperationspartner.

Integration mit Augenmaß in Dachau

Im Projektteam der Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement in Dachau werden Interdisziplinäre Integrationszirkel in momentan fünf Kommunen geplant und aufgebaut. Das ehrenamtliche Projektteam arbeitet dafür übergreifend auch an der Einführung eines Integrations-Navigator (Homepage) und einem Integrationspass (App). Das freiwillige Projektteam in Dachau besteht aus Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

Die "FSSJ-Idee" von der CariThek Bamberg

Das Projekt will das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ) bei Menschen mit Migrationshintergrund bekannter machen. Schüler/innen mit und ohne Mitgrationshintergrund werden persönlich im neuen Schuljahr darüber informiert. Zudem geht es bei FSSJ- IDEE auch darum, die Migrantenvereine in Bamberg mit Schülerinnen und Schülern sowie mit der CariThek zu vernetzen.

Von Geburt an bis ins Jugendalter

In Begleitung vom Augsburger Freiwilligenzentrum wird mit momentan 15 aktiven Schülerpaten/innen und sechs Kooperationspartnern die Bildungsförderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund an den Grund- und Mittelschulen unterstützt. Die Kinder und Jugendlichen sollen durch dieses freiwilliges Engagement Chancen auf eine gelingende Integration erhalten. Sie lernen Engagierte, ihre Aufgaben und freiwillges Engagement allgemein kennen und werden außerdem noch auf ihrem Bildungsweg mit den Sprachbarrieren begleitet. Das Augsburger Projekt ist so ausgerichtet, dass es zukünftig auch von Kleinkindgruppen bis in die Kindergärten ausgeweitet werden kann.

„(ANkommen – dAzugehöreN) Zukunft gestAlteN in Ansbach

Die Freiwilligenagentur "Sonnenzeit e.V." in Ansbach organisiert kreative und kulturelle Projekte als Beschäftigungsmaßnahmen von und für Menschen mit Migrationshintergrund. Sie schaffen Begegnungen durch Engagement und lassen jede/n mitwirken und mitgestalten. Die Ansbacher zählen bereits 46 Engagierte mit Migrationshintergrund, 16 Engagierte ohne Migrationshintergrund und 14 Kooperationspartner. Die Helfer/innen stammen aus Schweden, Holland, Türkei, Griechenland, Italien, Frankreich, Rumänen, Ukraine, Russland, Syrien, Irak und Iran.

Deutsch für Kleine bei der fala Landshut

Die fala Landshut hat das neue Angebot "Deutsch für Kleine" geschaffen, das den Spracherwerb von Krippen-, Kindergarten und Hortkindern unterstützt.
Das Projekt richtet sich an Kinder, die aufgrund eines Migrationshintergrundes oder einer Fluchterfahrung unzureichend Deutsch sprechen. Mit geschulten ehrenamtlichen Sprachpaten soll einzelnen Kindern in den Kinderkrippen, Kindergärten und Horten eine Hilfestellung gegeben werden, die Sprache zu trainieren. Dafür haben die freiwilligen Mitarbeiter/innen in zwei Modulen Schulungen absolviert. Die erste positive Bilanz: 21 qualifizierte Ehrenamtliche konnten bereits in zehn Einrichtungen erfolgreich vermittelt werden.

MitMachen in unserem Sportverein im Landkreis Roth

Menschen mit Migrationshintergrund werden aktiv, das ist das Ziel des Projektes im Landkreis Roth. Es wurden bereits Kooperationen mit fünf hiesigen Sportvereinen getroffen, die offene Angebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, anbieten. Und: Für November 2016 ist eine Fortbildung zur kulturellen Öffnung von Sportvereinen im Landkreis geplant.

Paten/innen für Arbeit im Berchtesgadener Land

Unter dem Projekt-Motto „Paten für Arbeit im Berchtesgadener Land“ ist die Freiwilligenagentur BGL gestartet. Aktuell sind bereits sieben Patenschaften aktiv bei der Arbeitssuche unterstützend tätig. Einer der Arbeitgeber ist Klaus Steinmaßl, Inhaber der Steinmaßl GmbH in Kirchanschöring: "Ich habe jahrelang nach einer Arbeitskraft im Metallbereich gesucht und bin froh, mit Usman Basheer einen guten Arbeiter gefunden zu haben.“ Ein Pate für Arbeit, ein pensionierter Berufsschullehrer, hatte über drei Monate eine Metallwerkstatt angeboten, wo die Migranten eine Grundausbildung in Metallbearbeitung machen konnten. Aktuell werden mit Hilfe der Paten jungen Syrern, Palästinensern, Eritreern, Somaliern und einem Lybier Arbeits-, bzw. Ausbildungsstellen gesucht. Ein freiwilliger Pate, Stefano Meta, stammt selbst aus einer Migrantenfamilie aus Italien: "Mein Vater war Gastarbeiter und ich kenne die Situation, in zwei Kulturen aufzuwachsen. Es macht mir Spaß, Menschen aus anderen Kulturen bei der Integration zu helfen". Die anderen Paten/inn kommen aus Polen, Rumänien und Spanien. Jetzt ist man im BGL dabei, auch Migranten der weiter zurückliegenden Generationen als Paten zu gewinnen.


Gemeinsam engagiert zur Integration in Weilheim-Schongau

Bei der Freiwilligenagentur „Anpacken mit Herz“ sollen neben ausländischen Mitbürgern auch Menschen mit einer Fluchtgeschichte an das Ehrenamt herangeführt werden. Derzeit stehen noch die Netzwerkarbeit im Vordergrund und die Vorgespräche mit den Kooperationspartnern. Offiziell wird das Projekt am 15.7.2016 beim „Runden Tisch für Soziales“ in Weilheim vorgestellt. Um Vereine und Organisationen für eine interkulturelle Ehrenamtskultur zu sensibilisieren, finden Treffen und Gespräche statt. Begleitend dazu laufen vorbereitende Maßnahmen für eine Fotoausstellung, in der Weilheimer Bürger – aus den verschiedensten Herkunftsländern – und ihr freiwilliges Engagement vorgestellt werden.

Vom Nürnberger Land und der neuen Fahrrad-Reparaturwerkstatt

Projektbestandteil hier ist die Einrichtung einer Fahrradreparaturwerkstatt, gemeinsam mit SCHLAU e.V., einem Verein zur Motivation und Arbeits-Integration von Langzeitarbeitslosen und benachteiligten Mitmenschen, welche die Christuskirche betreibt. Die Werkstatt soll diese unter dem Thema Integrationsförderung von Ehrenamtlichen – ohne und ausdrücklich auch mit Migrationshintergrund - miteinbeziehen.

Erstes Material für die Renovierung des Containers, in dem die zukünftige Fahrradreparaturwerkstatt heimisch werden soll, wurden besorgt. Jetzt werden noch fleißig Ehrenamtliche gesucht.

Aktuelles aus Schweinfurt von der FA GemeinSinn

Das Thema in Schweinfurt heißt Integration durch Sport und Vereinsleben. Durch den Einsatz des Spielebusses treffen die Organisatoren aus Schweinfurt auf viele offene und interessierte Migranten, die sich in irgendeiner Weise einbringen wollen. Beim Spielebuseinsatz in Gochsheim, waren neben im Ort untergebrachten Migranten auch die örtliche Feuerwehr anwesend. Ein junger Mann aus Äthiopien interessierte sich sehr für die Tätigkeit der Feuerwehr, so stellten wir im Nachhinein weiteren Kontakt zur Feuerwehr Gochsheim her. Der junge Mann ist nun fest in der örtlichen Feuerwehr integriert und ein gelungenes Beispiel dafür, dass Ehrenamt verbinden und integrieren kann. Über die Helferkreise werden Kontakte zu Menschen mit Migrationshintergrund hergestellt. So kann man hier das Beispiel eines jungen Syrers anführen, welcher in seiner Heimat als Fußballtrainer beruflich aktiv war und diese Tätigkeit hier in Deutschland gerne fortführen würde. Er wurde nun erfolgreich an einen Fußballverein vermittelt, wo er zunächst als Trainerassistent agieren kann.

„EMPOWER – Engagierte Migranten“ in Passau

Bei der Umsetzung des Projektes von Gemeinsam leben und lernen in Europa in Passau werden die Potentiale von Menschen mit Migrationshintergrund herausgefunden und die Wege ins Ehrenamt realisiert. Dazu gibt es Maßnahmen wie die Schulungsreihe der „Informationslotsen in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit“, die Weiterentwicklung von Ehrenamtsprojekten mit und für M.m.M., den Aufbau einer kultursensiblen Engagement-Beratungsstelle sowie organisierte Vernetzungstreffen. Viele Nationalitäten helfen mit. Sie stammen u.a. aus Syrien, Afghanistan, Iran, Kosovo, Rumänien, Holland, Frankreich, Türkei, Tschechien, Russland und Kasachstan.

 

Projekt Sprachpaten in Aichach-Friedberg: "miteinander sprechen - einander verstehen"

Insgesamt wurden 20 Freiwillige Sprachpaten an zwei Abenden geschult und qualifiziert. Die Sprachpaten, Lehrer, Schulleitung und das Orga-Team von Aichach trafen sich gemeinsam und stellten sich auch den Kindern vor. Gleichzeitig wurden die Kinder an die Paten verteilt.

Seit Ende Mai sind sowohl an der Grund- wie auch an der Mittelschule in Aichach je zehn Sprachpaten im Einsatz, wobei einige der Ehrenamtlichen sich bereit erklärt haben, zwei Kinder sprachlich zu betreuen. Die Zusammenarbeit der Kooperationspartner (Freiwilligenagentur, Kreisjugendring und Schulamt) läuft hervorragend und zielorientiert.

 

Informations- und Schulungsreihe "Informationslotsen in der Integrationsarbeit" startet in Passau

Am 13.6.2016 startete in Passau von der Agentur "Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V." die Informations- und Schulungsreihe "Informationslotsen in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit". Eröffnet wird die Reihe mit dem Thema "Warum und woher kommen die Flüchtlinge und Migranten, die jetzt bei uns leben – und was kann ich zu ihrer Integration beitragen?"

Über die Reihe und die weiteren Termine kann man sich unter
www.gemeinsam-in-europa.de <wbr>/informationslotsen informieren.

 

 

Sozialministerin Müller: "Menschen mit Migrationshintergrund fürs Ehrenamt gewinnen - davon profitieren alle" Pressemitteilung des Sozialministeriums vom 31.01.2016

In Bayern engagiert sich jeder Dritte ehrenamtlich, aber nur jeder Vierte mit einem Migrationshintergrund. Dabei ist Bürgerschaftliches Engagement für und von Menschen mit Migrationshintergrund besonders wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Sich gemeinsam für Menschen oder für eine bestimmte Sache einzusetzen, schafft Vertrauen und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Gerade für diejenigen, die noch fremd in unserem Land sind, ist dies ein wichtiger Schritt zur Teilhabe an der Gesellschaft. Deshalb wollen wir Menschen mit Migrationshintergrund noch stärker für eine ehrenamtliche Tätigkeit gewinnen. Mit dem Projekt 'Miteinander leben - Ehrenamt verbindet' unterstützen wir Initiativen und Projekte, die sich vor Ort um das ehrenamtliche Engagement von Migranten in Vereinen und Organisationen kümmern. Dafür investieren wir insgesamt 460.000 Euro", so Bayerns Sozialministerin Emilia Müller heute in München und weiter: "Das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Bayern ist gelebte Solidarität. Dieses starke Miteinander der Menschen wollen wir auch für die Integration nutzen. Davon profitieren alle."